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Héroes del silencio – stille Helden – silent heroes – Portraits around the world


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heroes cover
​Es heisst, ein Mann sollte mindestens einmal im Leben ein Kind zeugen, einen Baum pflanzen und… ein Fotobuch veröffentlichen.

Die meisten der in diesem Band gezeigten „Helden des Alltags“ sind ebenso schweigsam wie die Fotos von ihnen. Und Fotos sollten für sich sprechen, deshalb fehlen ausführliche Bildbeschreibungen. Es sind Aufnahmen aus mehr als 20 Jahren modernen Nomadentums und dem Interesse an den Menschen des jeweiligen Ortes. Stille Szenen zumeist, teilweise gemischt mit intensiven persönlichen Erinnerungen oder aber wahrgenommen als Momentum eines Schnappschusses.

Am Anfang war es noch die analoge Fotografie,- das Foto auf der Seite rechts zum Beispiel ist nachträglich digitalisiert worden. In seiner Intensität, der Angst, die aus den Augen der jungen Rekruten spricht, ist es schon einmal etwas euphemistisch mit der Ästhetik Capas verglichen worden. Vietnam war 1997 dabei ein ebenso zufälliges Reiseziel wie alle anderen Orte, an die mich das Schicksal beruflich verschlagen hatte.

Der erste Teil dieses Bandes zeigt Menschen und Szenen an einigen dieser Orte mit Schwerpunkt auf meiner zweiten Heimat Ecuador. Viele meiner Begegnungen mit diesen doch so authentischen Typen – „verdaderos personajes“ – haben dabei eine besonders spannungsgeladene Choreografie hervorgebracht.

Der zweite Buchteil umfasst die Zeitspanne von 2010 bis heute und ist meinem momentanen Aufenthaltsort Spanien gewidmet – inzwischen ausschliesslich digital fotografiert. Auch hier stehen wieder viele Begegnungen mit kreativen – meinen persönlichen „stillen“ Helden – im Fokus, die mein Leben dankenswerter Weise bisher begleitet und bereichert haben. Darüber hinaus wird ein Eindruck von jenem Phänomen gegeben, dessen Helden in Spanien die „Indignados“ (die Entrüsteten) genannt werden.

Click to see the entire book >> http://www.blurb.de/books/3969298 (96 pages)​

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ALLER SCHEIN HEILIGEN – der neue Roman von Egon Gramer


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Der neue Roman von Egon Gramer ist da:

In Rottenburg am Neckar, der Kleinstadt mit Bischofssitz und großer Vergangenheit, ist die bürgerliche Ordnung vor hundert Jahren in allerbester Ordnung und ist jeder an seinem Platz: in der Stadt, im Palais, in den Ämtern, in der Schule, im Gefängnis, in den Familien. Ein kleiner Skandal um einen nackten Adam und eine nackte Eva am Marktbrunnen festigt die moralische Grundordnung wieder. So wie es ist, kann’s bleiben… bis ein ungeheuerliches Ereignis den Frieden stört!

Egon Gramer: Allerscheinheiligen
Verlag Klöpfer&Meyer

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Jahresrückblick – MY MAD 2011


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# 12

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# 11

Atlantic roads, Cantabria


# 10

Amor de Diós . Academia de danza, Madrid

# 9
Amy by  Rocío Plúas
# 8
El capitán & su mujer . Sta.Elena / Ecuador

# 7

Caliente . Manhattan


#6

Big sister in Lisboa


#5 

matador


#4

Kamasutra @ Dibujo Madrid


#3

father & son @ 15-M . Puerta del sol, Madrid
#2

Quijote’s land


#1

Tenerife

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Der erste Tübinger Radikale im neuen Walser – Roman


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von Egon Gramer

„Ewald, ich heiße Percy.“ Das ist der erste, vier Wörter knappe Satz des neuen, gut fünfhundert Seiten starken Romans „Mutter-sohn“ von Martin Walser. Und ein Ewald aus Tübingen macht den Anfang. Vorbild für den Roman-Ewald ist ein politisch aktiver junger Mann namens Harald. Der Name „Percy“ weist weit zurück auf den Ritter Parzival. Beide, Ewald und Parzival sind auf ihrem Terrain radikal. Der Heißsporn Parzival haut mit dem Schwert dazwischen, Ewald/ Harald wird als Erster im Land vom Radikalenerlass nieder gestreckt, getroffen vom Erlass des Oberschulamtes Tübingen vom 1.2.1974 unter dem Aktenzeichen U III P. Der Präsident Weiß weist den Antrag auf Einstellung in den Dienst des Landes Baden-Württemberg als Studienassessor zurück, da der Antragsteller nicht „die Gewähr dafür bietet, daß er jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes eintritt.“ Harald Schwaderer ist Mitglied der DKP, im Roman heißt er Ewald Kainz. Viele seiner biographischen Daten stimmen mit denen von Harald Schwaderer überein. Vorgeworfen wird ihm: zweimal in die DDR gereist, kandidiert für den Spartakus bei den Wahlen zum Großen Senat der Universität. Walser schreibt: „Ohne Effekt, dass Eltern und Kinder des Mössinger Quenstedt-Gymnasium für den Studienreferendar Ewald Kainz ans Kultusministerium schrieben, weil er doch über das Erwartbare und Verlangbare hinaus Lehrer, ein sehr beliebter Lehrer gewesen sei. Was hat er alles mit der Musik-AG hervorgebracht.“ Das Mössinger Lehrerkollegium protestiert, fast vollzählig, mit einer Unterschriftenliste. Harald Schwaderer darf nicht in die Schule, für Kinder und junge Schüler wäre er eine Gefahr. „Der Präsident Weiß vom Oberschulamt in Tübingen hat allein das Sagen. Und der sagt: Nein. Das war´s.“ Walser wird deutlicher: „Einen schönen Gruß an den Herrn Präsidenten. Und Konsorten. O ja! Und Konsorten!“

Woher kennt Walser den Fall Schwaderer? Nach der „Urlesung“ im Bibliotheksaal des Klosters in Bad Schussenried erzählt er: „Ich bin nicht der alleinige Verfasser meiner Bücher. Ich brauche Zulieferer. Man schickt mir Briefe, Manuskripte, Dokumente. Ich kann nichts wegwerfen. Man vermutet in mir einen Anwalt für die gerechte Sache. Die Details kann ich nicht erfinden, ich übernehme sie von meinen Zulieferern.“ Die Namen für sein hundertfaches Romanpersonal erfindet Walser. Namen geben einer Person ein Gesicht, das der Leser studieren kann. Mit dem Namensschlüssel lässt sich ein Charakter aufschließen, mittels Namensdetektor Verstecktes aufspüren. Hätte man die Wahl zwischen einem Dr. Schluderhose und einem Dr. Augustin Feinlein – zu welchem ginge man in die Praxis? Heißt ein Paar Silvi Schall und Berti von Rauch – traut man beiden über den Weg? Wenn eine Klinik in Scherblingen ihren Sitz hat – was ist da zu kitten? Und was kommt bei dem Namen Kainz in Bewegung? Einer denkt an den berühmten Wiener Schauspieler und Rezitator Josef Kainz – ein Gegenbild zu dem Stotterer Ewald Kainz. Oder steckt in Kainz das Kains-Zeichen, das den damit Gezeichneten von der Gemeinschaft ausschließt? Und was für Romane gibt einem wohl ein Dichter namens Habermuß zu verkosten? Eher Biogereimtes oder Kunstkost? Und wer verbirgt sich hinter dem Code The Jollynecks, mit dem Walser eine radikal destruktive Motorradrockergruppe verschlüsselt hat? Kleiner Hinweis: Jollyneck lebt nobel in Austria.

Harald Schwaderer ist inzwischen Rentner. Seinen Lebensunterhalt hat er mit Musikunterricht in einer Privatschule und in den eigenen vier Wänden verdient.

Der Schriftsteller Egon Gramer (Gezeichnet: Franz Klett; Zwischen den Schreien) lebt und schreibt in Tübingen